Rede zum Neujahrsempfang 2015

Rede zum Neujahrsempfang 2015

Liebe Sportkameraden/kameradinnen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Gäste des Neujahrsempfangs 2015,

„schon wieder ein neues Jahr – dabei hätte das alte doch noch für Monate gereicht!“

Ich kann diese Aussage eines unbekannten Autors nur bestätigen. Ich weiß nicht, wie Ihr es empfunden habt, aber für mich ist das Jahr 2014 rasend schnell vergangen. Liegt es daran, dass die Welt sich durch das Internet und unsere modernen Kommunikationsmittel gefühlsmäßig schneller dreht? Das Lebenstempo hat sich in den letzten zweihundert Jahren verdoppelt. Das Phänomen “Zeit” ist allgegenwärtig – gerade zum Jahreswechsel.

In diesem Sinne heiße ich Euch- auch im Namen des gesamten Vorstandes alle sehr herzlich willkommen zum traditionellen Neujahrsempfang der FKV Ludwigshafen. Ich freue mich, dass Ihr unserer Einladung gefolgt seid und so zahlreich zu diesem “Neujahrsempfang” gekommen seit, um im Kreise von vielen Sportkamaraden gemeinsam in das neue Jahr 2015 zu starten. Es liegt mir sehr viel an diesem Empfang, der vor allem auch eine Gelegenheit für gute und interessante Gespräche und einen regen Austausch über unseren Verein und seine Arbeit bieten soll.

Es ist mir ein großes Bedürfnis, Euch allen, vor allem jenen von Euch, denen ich in den vergangenen Tagen noch nicht persönlich begegnet bin, von Herzen alles Gute für das Jahr 2015 zu wünschen. Es mögen sich viele Eurer Wünsche erfüllen, neue Ziele und neue Wege eröffnen und die Gesundheit soll Euch die Verwirklichung Eurer Vorhaben ermöglichen.

Ich freue mich besonders über die Anwesenheit von unserem
Ehrenvorsitzenden mit Gattin Jürgen Franke
Ehrenmitglied Dieter Sammet
und Ehrenmitglied Hans Scherdel.

“Wenn man sein Ziel nicht kennt, ist kein Weg der richtige.“

Eingangs habe ich von der Schnelllebigkeit und Beschleunigung unserer Zeit gesprochen. Fast alles ist heutzutage darauf ausgerichtet, schneller, weiter, besser zu sein. Das überträgt sich natürlich auch auf das Leben eines jeden Einzelnen. Wie viel Beschleunigung kann der Mensch in Zukunft eigentlich noch ertragen? Was sind die Folgen dieser Entwicklung?

Wir sind einer Informationsflut, neuen Entscheidungs- und Wahlmöglichkeiten, Anforderungen und Veränderungen in Arbeit, Freizeit und Kommunikation ausgesetzt. Die derzeitige Angebotsflut im Konsum-, Medien- und Unterhaltungsbereich hat sicher viele Beschäftigungen attraktiver gemacht, den Konsumenten zugleich aber Stress und Hektik beschert.

Es geht gar nicht mehr darum, ob die vielen Informationen überhaupt noch aufgenommen werden können. Und das ist auch mein Hauptanliegen heute. Natürlich geht alles schneller per web und Mail. Aber wir müssen und dürfen in unserer Arbeit das persönliche Gespräch wieder mehr in den Vordergrund stellen, denn um wirklich alle mit Informationen versorgen zu können oder besser um jeden zu erreichen muss immer über dem Satz: „Ich hab alles per Mail verschickt“.

„Welches unserer Mitglieder muss angesprochen, angeschrieben oder angerufen werden weil er oder sie keine „schnelle Verbindung“ haben. Und das heisst im Umkehrschluss wir müssen wieder früher planen damit wirklich die ZEIT reicht um jeden zu erreichen.

Mit folgendem Auszug aus einem Zitat vom 14. Dalai Lama möchte ich das Thema Perfektionismus und Schnelllebigkeit abschließen und ein wenig zum Nachdenken anregen:

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien;
mehr Annehmlichkeiten, aber weniger Zeit.
Wir haben mehr Diplome, aber weniger Verstand;
mehr Wissen, aber weniger Urteilsvermögen;
eine bessere Medizin, aber eine schlechtere Gesundheit.
Wir sind den ganzen Weg bis zum Mond und wieder zurück gereist,
aber es fällt uns schwer, die Straße zu überqueren,
um unsere neuen Nachbarn zu begrüßen.
Wir haben bessere Computer entwickelt,
die immer mehr Informationen speichern können als je zuvor,
aber wir kommunizieren weniger.
Es ist die Zeit von großen Menschen mit kleinem Charakter;
die Zeit riesiger Gewinne aber oberflächlicher Beziehungen.

Liebe Sportkameraden und Sportkameradinnen,
schöpfen wir also aus unserem vielfältigen Gemeinschafts- und Vereinsleben heraus die Kraft und die Leidenschaft, gemeinsam unseren Verein liebens- und lebenswert zu erhalten und weiter zu gestalten. Jeder Einzelne kann auf seine Weise seinen Beitrag dazu leisten.

Euch allen wünsche ich von Herzen ein gesegnetes, gesundes und erfülltes Jahr 2015. Dieser Wunsch gilt auch für all diejenigen Sportkameraden und Sportkameradinnen, die heute aus gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen nicht anwesend sein können. Nun freue ich mich, mit Euch gemeinsam auf das Jahr 2015 anzustoßen um uns in lockerer Runde nach den Ehrungen auszutauschen.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

  Bilder in der Galerie
Kategorien: Allgemein