Platz 2 und 4 – und prima Stimmung

Platz 2 und 4 – und prima Stimmung

Das sind die Attribute, die kurz und knapp das Abschneiden unserer beiden Auswahlteams beim Länderpokal in Saalfeld umschreiben.

Schon bei der Abfahrt nach Saalfeld am Freitagmorgen konnte man bei allen die gute Stimmung feststellen, wobei die Mädels gleich noch mannschaftliche Geschlossenheit demonstrierten, indem sie kurzerhand einen Minibus samt Fahrer (Rüdiger „Bachelor“ Stange) für sich allein in Beschlag nahmen („die Mädels fahre zamme“) und samt Marschverpflegung (einiger Flaschen Sekt!) das Unternehmen Länderpokal starteten.

Bernd hatte in Saalfeld ein nettes Hotel in Stadtmitte gebucht und so nutzten wir die freien Stunden nach unserer Ankunft um gemeinsam in die Stadt zu gehen. Wie in den meisten Fällen bei uns üblich, blieben wir natürlich gleich wieder im ersten Biergarten hängen, was aber dem gemeinschaftlichen Gedanken nicht abträglich war. Die Mannschaftsaufstellung der Männer wurde besprochen, das ein oder andere ortsübliche Braugetränk eingenommen und in geselliger Runde gefachsimpelt.

Nachdem wir uns dann wieder gesammelt hatten (einige hatten bei einem Eis in der Sonne gesessen, andere wirklich einen Stadtrundgang absolviert J ), trafen wir uns, um zusammen die nahegelegene Kegelanlage anzuschauen und uns zu akklimatisieren. Obwohl wir von Bildern wussten, dass uns eine kleine Anlage erwartete, waren wir doch von der Enge der Räumlichkeiten beeindruckt. Von der Begrenzungswand der Bahn bis zur Rückwand waren es gerade mal etwa 3 Meter und den Zuschauern standen 42 Stühle und ein paar Tische zur Verfügung, was natürlich am Spieltag zu einigen akrobatischen Verrenkungen und Slalomläufen führte, bis man wieder an seinem Platz war. Zum Spiel standen 6 optisch gute Bahnen zur Verfügung, die uns aber dann doch am nächsten Tag mehr fordern sollten, als uns lieb war. An diesem Abend starteten schon vorab die Teams aus Thüringen und Baden und man konnte hier schon bei einigen Startern sehen, dass die Anlage weniger zuließ, als nach dem ersten Eindruck zu erwarten war. Ein etwas „ungewöhnlicher“ Lauf der Kugel beim Abräumen stellte hier schon manchen vor eine schwierige Aufgabe.

Den Abend verbrachten wir dann alle gemeinsam in einem urigen Gasthaus in der Stadtmitte bei gutem Essen und Getränken und auch hier wurde wieder viel gescherzt und gelacht.

Am Starttag standen die ersten Spieler gegen 9 Uhr auf der Bahn und ließen die Kugeln rollen. Entgegen des bisher bekannten Modus (links Frauenstarts, rechts Männerstarts) wurde hier aufgrund der begrenzten Bahnkapazität teils schon Freitags (s.o.) und an diesem Samstag abwechselnde Durchgänge mit Männer (die restlichen 5 Ma)- und Frauenstarts (hier die übrigen 4) gespielt.

Unsere Frauenauswahl startete mit Anja (448) und Andrea (388). Anja kam mit ihrem Handkugelspiel prima mit der Bahn zurecht und spielte gleich das beste Ergebnis in diesem Durchgang. Andrea hatte wie viele andere an diesem Tagmit dem gleichen Problem zukämpfen > Volle gut bis sehr gut, Abräumen schwach. Man konnte bei vielen Startern den Eindruck bekommen, dass mit jeder gespielten Kugel die Bilder schwerer zu verwandeln waren. Rosi als dritte Spielerin (396) wurde dies genauso zum Verhängnis, wie später noch Birgit und Karola. Sie spielte überragend auf die Vollen und musste sich beim Abräumen regelrecht quälen um die Bilder zu verwandeln. Dies musste leider auch unsere sonst immer sichere „Bank“ Birgit (400) erfahren und ebenso erging es Karola (382), die bei ihrem ersten Einsatz für unser Frauenteam leider nicht ihr gutes Spiel umsetzen konnte. Gaby, als letzte der Truppe, hatte nun die Aufgabe mit ihrem Spiel uns noch den 2. Platz zu sichern. Sie kam gleich hervorragend mit der Bahn zurecht, spielte mit 457 Holz das 2.beste Ergebnis der Frauen und sicherte damit einen vielumjubelten 2.Platz mit 2471 Kegel. Zwischenzeitlich hatte sie sogar das zu diesem Zeitpunkt schlecht spielende Bayernpaar in Abschussnähe, die Frauen aus Bayern konnten aber dann doch zum Schluss den alten Abstand wieder herstellen.

Letztendlich waren die zu vielen, knappen Fehler und der ein oder andere „Neuner“, der bei uns nur als Achter fiel, ausschlaggebend, dass es diesmal nicht ganz zum erneuten Titelgewinn gereicht hat. Aber die Mädels haben schon signalisiert, dass die Schale nur für ein Jahr an die Bayern „ausgeliehen“ ist. :-)

Bei unseren Männern war dagegen der Wettkampf viel offener, obwohl auch hier einige mit den Tücken, der Bahnen zu kämpfen hatten. Bernd als Startspieler (424) hatte mit den vollen keine Probleme, beim Abräumen ging es dann überhaupt nicht vorwärts. Paul kam mit der Bahn ebenso nicht zurecht, er bekam überhaupt keine Länge in seinen Wurf und so machte er mannschaftsdienlich ab der 45. Kugel Carmelo Platz. Der spielte sich auf Anhieb gut ein und machte auf der 2. Bahn ein Topergebnis. Damit konnten die beiden 414 für uns verbuchen. Andreas (403) wiederum fand nicht in sein Spiel, ansonsten immer für ein prima Ergebnis gut, lief auch hier nicht sehr viel zusammen. Allerdings hielt uns sein Ergebnis immer noch im Rennen, da andere Teams auch ihre Probleme hatten. Unser Paar Jürgen („Zippo“) und Uli waren dann an der Reihe. Jürgen war an diesem Tag richtig gut drauf und spielte ruhig und motiviert und konnte mit 460 eines der wenigen Topresultate erzielen. Uli (418) erging es genauso wie vielen anderen und musste auch der doch recht anspruchsvollen Bahn Tribut zollen. Zum Schluss war nun der„Bachelor“ Jürgen gefordert. Mit 436 spielte er ein prima Ergebnis, es fehlten zum Podiumsplatz nur 8 Kegel. Mit nur 38 Kegeln mehr im Mannschaftsergebnis wäre sogar der 1.Platz möglich gewesen. Damit kann man erkennen, dass dieser Wettkampf sehr eng war und alle Teams ihre Probleme mit der Bahn hatten. Abräumergebnis und Fehler waren ähnlich wie das der Sieger, es fehlten halt nur das berühmte Quäntchen Glück und der ein oder andere Kegel der bei uns stehengeblieben ist, statt zu fallen. Somit konnten wir 2564 Kegel erspielen und mussten wir uns wie im Vorjahr leider wieder mit dem 4. Platz zufrieden geben.

Bei der Siegerehrung am Abend und einer schönen Feier mit Musik und Tanz haben wir dann wieder gemeinsam gefeiert und hier konnten wir dann den Tagessieg endlich erringen > wir waren die letzten, die den Festsaal verließen! :-)

Eine problemlose Heimreise und der Rückblick auf drei schöne Tage runden unseren Ausflug nach Thüringen in die Stadt Saalfeld ab.

Und für den nächsten Länderpokal 2017 gilt folgendes:

Beim LäPo 2017 in Südbaden holen wir uns endlich wieder beide “Salatschüsseln”!

Ein Bericht von Michael Ahl.

Viele Bilder finden sich in der Galerie.

Ergebnisse
Kategorien: Sportliches